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NAD+: Neue Hoffnung im Kampf gegen Alzheimer NAD+: Neue Hoffnung im Kampf gegen Alzheimer

NAD+: Neue Hoffnung im Kampf gegen Alzheimer

Studie zeigt: Umkehrung von Alzheimer-Symptomen in Mausmodellen möglich

Eine neue Studie liefert den prinzipiellen Nachweis, dass fortgeschrittene Alzheimer-Krankheit (AD) in Mausmodellen therapeutisch umkehrbar sein könnte. Die Forschungsergebnisse stellen die traditionelle Ansicht in Frage, dass AD unheilbar ist, und zeigen, dass die Wiederherstellung des Gleichgewichts der NAD+-Homöostase im Gehirn kognitive Defizite und neuropathologische Schäden rückgängig machen kann.

Der Zusammenhang zwischen NAD+ und Alzheimer

Die Schwere der Alzheimer-Krankheit korreliert direkt mit einer gestörten NAD+-Homöostase, einem wichtigen zellulären Gleichgewichtszustand. Die Studie hebt hervor, dass die Aufrechterhaltung dieses Gleichgewichts eine zentrale Rolle für die Widerstandsfähigkeit der Gehirnzellen gegen oxidativen Stress, DNA-Schäden und Neuroinflammation spielt – alles Prozesse, die mit Alzheimer in Verbindung stehen.

Zentrale Ergebnisse der Studie

Die Forschung konzentrierte sich auf die Behandlung mit P7C3-A20, einer neuroprotektiven Substanz, die die NAD+-Homöostase wiederherstellt. Die Behandlung zeigte in verschiedenen Mausmodellen signifikante positive Effekte:

*   Prävention und Umkehrung kognitiver Defizite: Bei Mäusen, die an einer Amyloid-getriebenen Form von AD litten, konnte die Behandlung mit P7C3-A20 kognitive und motorische Defizite nicht nur verhindern, sondern bei fortgeschrittener Krankheit auch umkehren. Dies wurde in Tests zum Gedächtnis, Lernen und zur Koordination nachgewiesen.
*   Reduzierung von Gehirnschäden: Die Substanz reduzierte DNA-Schäden und Neuroinflammation, verhinderte den Verlust von Neuronen und schützte junge Nervenzellen im Hippocampus.
*   Wiederherstellung der Blut-Hirn-Schranke: P7C3-A20 verhinderte und reparierte Schäden an der Blut-Hirn-Schranke, einer wichtigen Schutzbarriere des Gehirns.
*   Wirksamkeit bei Tau-Pathologie: Positive Effekte zeigten sich auch in Mausmodellen, die durch eine mutierte Form des Tau-Proteins charakterisiert sind, was die breite Anwendbarkeit des Ansatzes unterstreicht.

Molekulare Signaturen der Umkehrung

Proteomanalysen identifizierten 46 Proteine, die sowohl in menschlichen als auch in Maus-Gehirnen mit Alzheimer fehlreguliert waren und durch die Behandlung mit P7C3-A20 normalisiert wurden. Siebzehn dieser Proteine zeigten übereinstimmende Veränderungen auf Gen- und Proteinebene und gelten daher als vielversprechende Kandidaten für zukünftige Biomarker und therapeutische Ziele.

Fazit

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass Alzheimer nicht grundsätzlich unumkehrbar sein muss. Die Wiederherstellung der NAD+-Homöostase im Gehirn erweist sich als ein vielversprechender therapeutischer Ansatz, der die Widerstandsfähigkeit des Gehirns stärkt und eine Erholung selbst von fortgeschrittener Krankheit ermöglichen könnte. Dies eröffnet neue Perspektiven für die Prävention und Umkehrung von Alzheimer und verwandten Demenzerkrankungen.

Quelle:
https://www.cell.com/cell-reports-medicine/fulltext/S2666-3791(25)00608-1


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